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Alternative Wohnformen im Alter – FAPIQ bei der ARD Live nach neun

29.05.2019 – Viele Menschen fragen sich ab einem bestimmten Alter, wie man lange nach seinen Vorstellungen zu Hause leben kann. Alternative Wohnformen ermöglichen ganz individuelle Lösungen für ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden, auch im Alter und mit Pflegebedarf. Die ARD hat im Magazin Live nach Neun Antje Baselau von der FAPIQ eingeladen, um praktische Tipps und Anregungen zu geben. 

Hier kommen Sie zum Beitrag in der ARD Mediathek.

Außerdem haben wir hier noch einmal die in der Sendung angesprochenen Informationen und Adressen für Sie gesammelt:

Wohnen ist so vielfältig wie die Menschen selbst. Was gibt es eigentlich für Wohnformen, nicht nur für das Alter? 

  • Wohnen zu Hause
  • Gemeinschaftliches Wohnen / Mehrgenerationenwohnen
  • Betreutes Wohnen / Pflegewohnen / Service-Wohnen
  • Ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaften
  • Stationäre Pflegeeinrichtungen

In einigen Landkreisen  und Städten gibt es Wohnberatungsstellen, in anderen geben z.B. Pflegestützpunkte, Seniorenbüros sowie Beratungsstellen rund ums Alter Auskunft.

In vielen Gegenden gibt es Seniorenwegweiser in gedruckter Form. Lesenswert ist auch die Informationsbroschüre des Bundes „Länger zuhause leben – Ein Wegweiser für das Wohnen im Alter“. Es ist zu empfehlen, sich so früh wie möglich zu informieren.

Für  ein Leben im Alter, egal ob in den eigenen vier Wänden oder in einer anderen Wohnform, ist es von großer Bedeutung, Nachbarschaftsbeziehungen aufzubauen und zu pflegen und  Unterstützungsangebote wie z.B. die Alltagsunterstützenden Angebote in der Nähe zu kennen und sie bei Bedarf rechtzeitig in Anspruch zu nehmen.  Regelmäßige soziale Kontakte und eine wechselseitige nachbarschaftliche Unterstützung im Alltag können auch im Dorf / im Stadtteil  ganz selbstverständlich zum Gemeinschaftsleben dazugehören. Dafür braucht es Engagierte und Begegnungsräume, um das Zusammenleben und den Dialog der Menschen zu stärken.

Bei vielen Menschen, auch bei Jüngeren, wächst der Wunsch nach alternativen, gemeinschaftlich organisierten und generationenübergreifenden Wohn- und Lebensformen.

Wichtig ist, sich klar zu machen, dass es nach Möglichkeit nur noch einen Umzug im Leben geben soll. D.h. kann ich dort auch wohnen und leben, wenn ich Hilfe und Unterstützung bei den alltäglichen Dingen des Lebens benötige? Wie sieht es aus, wenn ich pflegebedürftig bin und / oder eine Demenz habe? 

Das Gespräch und der Austausch mit der Familie, mit Freunden oder möglichen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern sind unerlässlich. Die Fragen, die man sich besser früher als später stellen sollte, lauten:

  • Was ist mir momentan wichtig? Wie möchte ich wohnen?
  • Kann ich das auch noch mit Bewegungseinschränkung?
  • Habe ich jemanden, der mir helfen könnte?
  • Gibt es jemanden, mit dem ich mir vorstellen kann, im Alter zusammen leben zu wollen?

In einigen Bundesländern gibt es sehr informative Beratungs- / Koordinierungsstellen, z.B. die Landesberatungsstelle Neues Wohnen Rheinland-Pfalz, die u.a. mit ihrem Projekt „WohnPunkt RLP – Gut versorgt auf dem Land“ vor allem den ländlichen Raum im Fokus hat. 

Es gibt verschiedene Internetplattformen mit Beispielen von bestehenden Wohnprojekten 
Das Forum gemeinschaftliches Wohnen hat eine Übersicht erstellt.
Außerdem ist das Wohnprojektportal der Stiftung trias gut gefüllt. 

Weitere Wohnprojekte sind hier zu finden:
http://www.neue-wohnformen.de/
https://www.wohnen-im-alter-in-brandenburg.de/
https://www.wohnen-im-alter.de/