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Eva Gehltomholt und Claudia Mund sind die Referentinnen für die Region Südwest: Was genau bedeutet das?

Interview, Einblicke aus dem Arbeitsalltag von Claudia Mund und Eva Gehltomholt, Referentinnen für die Region Südwest

Quelle: Eva Gehltomholt und Claudia Mund , Referentinnen für die Region Südwest

„Von der Stadt Brandenburg an der Havel bis zu den Landkreisen Potsdam Mittelmark, Teltow Fläming und Elbe Elster können sich alle Initiativen an uns wenden. Egal ob der Seniorenbeirat eine Frage zur Altenhilfeplanung hat oder eine Angehörigengruppe ein neues Wohnprojekt starten möchte, wir fahren bei Bedarf zu den Aktiven in unserer Region und beraten sie kostenlos. Unser Büro in Luckenwalde liegt zentral, so dass wir alle Ratsuchenden gut erreichen können. Von unseren Gesprächspartnern wird diese räumliche Nähe geschätzt. Sie sind froh, nicht nur in der Landeshauptstadt Gehör zu finden.“

1. Was für Beratungen haben Sie in der letzten Woche durchgeführt?

Unsere Beratungen sind ganz vielfältig. Da gerade unser FAPIQ-Förderaufruf aktuell war, gab es hier viele Nachfragen zum Antragsverfahren. Da haben wir zum Beispiel zwei kleine Initiativen unterstützt, ihre Ideen zur guten Erreichbarkeit von Angeboten für Ältere auszuarbeiten.
Darüber hinaus waren wir an einer interessanten Veranstaltung für ein Beraterteam im Jobcenter beteiligt. Hier stellt sich oft die Frage, wie Arbeitssuchenden geholfen werden kann, die sich um ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder kümmern. Eine gute Möglichkeit zur Entlastung für Angehörige sind Angebote zur Unterstützung im Alltag. Dabei übernimmt bspw. ein ehrenamtlicher Besuchsdienst für einige Stunde die Begleitung eines pflegebedürftigen Menschen. Gemeinsam mit dem Pflegestützpunkt Werder und der Koordination für Altenhilfe und Pflege im Landkreis Potsdam-Mittelmark konnten wir den Jobcenter-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die aktuellen Beratungs- und Unterstützungsangebote im Landkreis Potsdam Mittelmark vorstellen. Das Thema lag den Teilnehmenden sehr am Herzen, wie die vielen Fragen und die engagierte Diskussion im Anschluss zeigten.

Sehr schön war auch ein Termin in Brandenburg an der Havel, bei dem wir ein Interview zu einem sogenannten Quartiersprojekt führen konnten. Dort wurde erfolgreich ein Mittagstischangebot für ältere Menschen aus der umgebenden Hochhaussiedlung etabliert. Zugleich gab es eine kleine Reihe zu Bewegung im Alltag, gesunder Ernährung und praktischen und technischen Hilfsmitteln. Diese Mit-Mach-Veranstaltungen wurden von den Menschen vor Ort sehr gerne angenommen. Gute Beispiele wie dieses bereiten wir dann auf und veröffentlichen sie auf unserer FAPIQ-Website. Wir freuen uns sehr, wenn sich andere von diesen Ideen und Erfahrungen inspirieren lassen.

2. Haben Sie ein Projekt schon länger begleitet? Wenn ja: wie war der Prozess?

Schon seit Mitte 2016 haben wir Kontakt zu einer Initiative, die verschiedene Wohnprojekte für Ältere plant und realisiert. Hier unterstützen wir bei der Entscheidung für die geeigneten Wohnangebote, später gaben wir Empfehlungen zum Umgang mit baulichen und personellen Anforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Inzwischen gibt es die ersten Wohngemeinschaften und auch Angebote des betreuten Wohnens. Nicht ganz einfach war es, nach der Fertigstellung die ersten Mieter zu finden und die Gemeinschaften zu bilden. Nachdem dies nun glücklich geschafft ist, gibt es noch viele Einzelfragen zu klären. In einer Versammlung überlegten Mieter, Angehörige, Pflegedienst und Vermieter gemeinsam, wie bspw. der Garten gestaltet, Kunstwerke und ein Klavier beschafft und vielfältige Freizeitbeschäftigungen organisiert werden können. Es ist für uns schön zu sehen, wie solche umfangreichen Projekte Gestalt annehmen, auch wenn viele Hürden zu überwinden waren und die Planung und Umsetzung viel Zeit und Geduld beansprucht haben. Der Gemeinschaft stehen wir auch bei der weiteren Entwicklung gern zur Seite.

3. Haben Sie an einer interessanten Veranstaltung teilgenommen oder waren beteiligt?

Im Landkreis Elbe-Elster gab es eine interessante Entwicklung. Eine sehr ländliche Gemeinde beteiligte sich an einem Projekt zur Bewegung bei alten und hochaltrigen Menschen zu Hause. Hier wurden ehrenamtliche Übungsleiterinnen und Übungsleiter qualifiziert, die nun Bewegungsangebote in ihren Ortsteilen umsetzen. Mit der Frage, in welcher Form diese Gruppen zukünftig bestehen können, wendeten sie sich an FAPIQ. In einer Veranstaltung überlegten die Ehrenamtlichen gemeinsam mit dem Bürgermeister und mit uns, wie sie ihre Gruppen verstetigen und ausbauen könnten.