Nachlese

Unser Veranstaltungsrückblick

Nachlese: Pflege-vor-Ort-Projekte im Südosten – Exkursion nach Königs-Wusterhausen, 14.05.2024

Brandenburgs Sozialministerin Ursula Nonnemacher konnte sich am 14.5. in Königs Wusterhausen ein Bild davon machen, wie die Stadt Königs Wusterhausen durch Pflege-vor-Ort-geförderte Projekte Menschen mit Pflegebedarf unterstützt, dort wohnen zu bleiben, wo sie verwurzelt sind. Das Mobilitätsprojekt aus der Gemeinde Märkische Heide erweiterte das Bild um die Lösungsangebote für ländliche Kommunen.

 

 

„Pflege vor Ort“: Projekte mit Wirkung

„Pflege vor Ort“ wirkt konkret auf Menschen mit Pflegebedarf und ihre Angehörigen. Die vorgestellten Projekte aus Königs Wusterhausen und Märkische Heide zeigten deutlich, was sich für diese Zielgruppen zum Guten verändert hat – mit positiven Auswirkungen auf ihre Lebensqualität.

Das Engagement der Stadt und der Gemeinde in „Pflege vor Ort“ macht es möglich, personelle Ressourcen den Trägern zur Verfügung zu stellen, um die Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf in ihrer Häuslichkeit vor Ort erreichen und begleiten zu können. Maßnahmen zur Lebensumfeldgestaltung und Wohnraumberatung lassen z. B. schlummernde Potenziale bei Menschen erkennen, deren Einzug in ein Pflegeheim eigentlich kurz bevorstand. Ein entsprechendes Projekt der AWO Wildau GmbH gab ihnen stattdessen die Chance, in der eigenen Häuslichkeit verbleiben zu können. Dazu gehört es auch, das Wohnumfeld einzubeziehen und etwa den Friseur oder den Bäcker im Umgang mit Menschen mit Pflegebedarf oder einer Demenz zu schulen.

Eine Frage der Zuständigkeiten

Die Ausgestaltung des Programms „Pflege vor Ort“ ist eine Frage der Zuständigkeiten, der gemeinsamen Zuständigkeiten von Kommune und Akteuren der Pflege, wie den Wohlfahrtsverbänden. Gerade das Thema Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung zur Teilnahme am öffentlichen Leben. Das zeigt das Projekt „Mobilität und soziale Teilhabe“ in der Gemeinde Märkische Heide. Wer Angebote für Menschen mit Pflegebedarf und ihre Angehörigen vorhält, bemerkt schnell, wenn hier Probleme bestehen. Durch „Pflege vor Ort“ können Herausforderungen dort angegangen werden, wo sie sichtbar werden. Die Initiative entsteht vor Ort und holt die wichtigsten Entscheiderinnen und Entscheider mit an den Tisch.

Die Träger der vorgestellten PvO-Projekte verdeutlichten die Notwendigkeit, aus der eigenen „Trägerzone“ zu treten und mögliche gemeinsame Ressourcen zu nutzen. „Pflege vor Ort“ und die Initiative der Stadt Königs-Wusterhausen haben eine trägerübergreifende Zusammenarbeit entstehen lassen, die für die Belange der Menschen vor Ort gemeinsam wirkt.

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Stärkeres Engagement dank „Pflege vor Ort“ – Ergebnisse der Diskussion

Ohne ehrenamtliches Engagement wären viele Pflege-vor-Ort-Projekte nicht möglich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion diskutierten die Bedeutung der Wertschätzung für freiwillige Helferinnen und Helfer. Diese Anerkennung ist entscheidend, um deren Engagement aufrechtzuerhalten und die Projekte erfolgreich umzusetzen.

Sollen die Angebote von so vielen Menschen wie möglich angenommen werden, ist es außerdem wichtig, Bürgerinnen und Bürger sowie bestehende Strukturen von Anfang an aktiv in Planung der Projekte einzubeziehen. Dies ist eine von mehreren Voraussetzungen, ein einmal begonnenes Projekt zu stärken und erfolgreich zu gestalten.

Hier kommt das Stichwort „Flexibilität“ ins Spiel: Um den unterschiedlichen Bedarfen vor Ort gerecht zu werden braucht es Förderprogramme, die Veränderungen zulassen und Raum zum Ausprobieren geben. Pflege vor Ort hat dies ermöglicht: Oft haben sich die Projekte von der Anfangsidee 2021 bis heute verändert und an neue Erkenntnisse oder Entwicklungen angepasst.

Es waren dabei…

An der Exkursion nahmen auch Vertreter und Vertreterinnen des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV), der Landkreise Dahme-Spreewald und Oder-Spree, der kreisfreien Stadt Cottbus sowie Mitglieder des Brandenburger Landtages, die Bürgermeisterin der Stadt Königs-Wusterhausen sowie weitere Vertretungen der Stadt, des Kreisseniorenbeirats und des Pflegestützpunktes teil.

 

Programm

Die Projekte stellen sich vor

Quartierskümmerer Königs Wusterhausen

Soziallotse Königs Wusterhausen

Beratung bei Orientierungslosigkeit & Lebensumfeldgestaltung

Mobilität und soziale Teilhabe Gemeinde Märkische Heide

Pressemitteilung