Kiez-Treff-Lu-West Digitale Welt: Wir Seniorinnen und Senioren sind dabei

Kontakt

Initiator:
DRK-Kreisverband Fläming- Spreewald e.V., Seniorenbeirat der Stadt Ludwigsfelde
Laufzeit:
seit Oktober 2018
Kontakt:
Frau Ailine Lehmann, Frau Dr. Paul
 
Frau Lehmann Tel.: 03371 625780, Frau Dr. Pohl Tel.: 03378 203434
 
lehmann.ailine@drk-flaeming-spreewald.de, seniorenbeirat-ludwigsfelde@web.de
 
Geschwister-Scholl-Straße 38
 
14974 Ludwigsfelde

Was wollen Sie mit Ihrem Angebot erreichen?

Mit dem Kiez-Treff-Lu-West wollen wir der drohenden Vereinsamung in der Nachbarschaft mit vielen Wohnblöcken entgegenwirken. Unser Projekt will älteren Menschen ermöglichen, sich ungezwungen in ihrem Wohnquartier zu treffen, an interessanten Angeboten teilzunehmen und selbst für andere aktiv zu werden. Zum Beispiel können Senioren in der „digitalen Sprechstunde“ Geräte wie Smartphones oder Tablets zwang-los ausprobieren. Aus diesem praktischen Umgang mit den neuen Medien ergeben sich nachbarschaftliche „Vernetzungen“. Wir wollen dazu motivieren, das Angebot des Kiez-Treffs gemeinsam weiter auszugestalten. Bereits aktive ältere Menschen sollen angeregt werden, eine Mittlerfunktion gegenüber anderen Anwohnerinnen und Anwohnern zu übernehmen. Im Kiez-Treff gibt es noch viele weitere offene Angebote.

Was war Ihnen bei der Planung wichtig?

Die Planung begann, als das Deutsche Rote Kreuz (DRK) anbot, Räumlichkeiten für einen Treff zur Verfügung zu stellen. Zuvor war eine andere Begegnungsstätte, die von vielen Seniorinnen und Senioren der Stadt genutzt worden war, geschlossen worden. Bis zum Start des Betriebs des neuen Treffpunkts mussten wir Zeit für die Renovierung, größere Umbauarbeiten und die Installation der Infrastruktur einplanen.
Außerdem stellte sich die Frage, mit welchen Angeboten die Begegnungsstätte belebt werden kann. Um Wünsche und Ideen zu erfragen und Mitwirkende zu gewinnen, veranstaltete der Seniorenbeirat mehrere Ideenkonferenzen, z.B. ein Ideenfrühstück, für alle Interessierten aus der Nachbarschaft. Hier entstand auch die Idee zu unserem Projekt „Digitale Welt“. Für die Ausstattung dieses Projektes beantragten wir Fördergelder bei der Fachstelle Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg (FAPIQ).

Wie gewährleisten Sie, dass Sie mit Ihrem Angebot die Zielgruppe erreichen?

Mit unserem Angebot wollen wir in erster Linie ältere Menschen aus dem Stadtteil Ludwigsfelde West erreichen. Um die Wünsche und Bedarfe der Anwohner und Anwohnerinnen in Bezug auf einen Quartierstreff zu ermitteln, wurden alle Nachbarn zu einem erneuten Treffen eingeladen. Dort haben wir die Ideen der 42 Teilnehmenden gesammelt und deren Umsetzbarkeit diskutiert. Ein gewünschtes Angebot betraf die Unterstützung beim Umgang mit den neuen Medien. Einige der Teilnehmenden erklärten sich hier schon bereit, künftig im Kiez-Treff mitzuwirken.
Unser Angebot machten wir zunächst über Flyer und Pressebeiträge bekannt. Mittlerweile sprechen sich unsere Aktivitäten im Kiez-Treff im Quartier herum und dadurch gewinnen wir neue Teilnehmer, Unterstützer und Ideen. Die zwanglose Atmosphäre hier im Treff und die offenen Angebote werden von den Seniorinnen und Senioren sehr geschätzt.

Wer unterstützt Ihr Angebot?

Das DRK stellt uns weiterhin die Räume zur Verfügung mit allen Leistungen, die dazu gehören. Die Stadt Ludwigsfelde refinanziert einen Teil dieser Ausgaben. In direkter Nachbarschaft mit dem DRK werden wir auch bei Bedarf unterstützt. Die Organisation und Durchführung der Angebote in der Begegnungsstätte gewährleistet der Seniorenbeirat durch ehrenamtliches Engagement.

Wie finanzieren Sie Ihr Angebot?

Die Raumkosten werden getragen durch das DRK und die Stadt Ludwigsfelde. Die Angebote werden durch ehrenamtliches Engagement realisiert. Für die Ausstattung konnten wir Fördergelder von FAPIQ nutzen.

Was war hilfreich bei der Umsetzung des Angebotes?

Nach der Schließung eines bestehenden Seniorentreffs in Ludwigsfelde beklagten ältere Bürgerinnen und Bürger das Fehlen einer Begegnungsmöglichkeit. Die Stadt hat zurzeit etwa 26.000 Einwohner. Die Zahl der älteren Menschen wächst ständig.
Das DRK und die Stadt Ludwigsfelde erkannten die Notwendigkeit einer Begegnungsmöglichkeit und stellten Räume zur Verfügung. Diese Unterstützung war Grundbedingung für alle unsere Angebote hier im Kiez-Treff. Nur durch das kontinuierliche Engagement der ehrenamtlichen Unterstützer können wir unsere Angebote hier regelmäßig realisieren.
Die Grundausstattung für das Projekt „Digitale Welt“ konnten wir nur mithilfe von Fördergeldern anschaffen. Bei der Beantragung dieser Mittel war die Unterstützung der Fachstelle Altern und Pflege im Quartier sehr hilfreich.

Was war hinderlich bei der Umsetzung des Angebotes?

Umbauarbeiten in den Räumen verzögerten den Start für das Projekt „Digitale Welt“.

Wie kann Ihr Angebot gesichert und weiterentwickelt werden?

Für die Weiterarbeit im Kiez-Treff sind wir auf die Unterstützung des DRK und der Stadt angewiesen. Auch das ehrenamtliche Engagement ist unverzichtbar. Wir hoffen, dass wir von der geplanten Förderung des Ehrenamts durch die Stadt eine zusätzliche Unterstützung erfahren werden.
Bei der Weiterentwicklung der Angebote des Kiez-Treffs beziehen wir die Menschen aus der Nachbarschaft sowie die regelmäßig Aktiven weiter mit ein.

Welche praktischen Tipps haben Sie für Nachahmende?

Von Anfang an sollten alle Interessierten einbezogen werden. Es ist wichtig, Wünsche und Bedarfe der Menschen im Quartier zu erfassen und ihnen die Mitgestaltung zu ermöglichen. Für die materielle Ausstattung sollten Sponsoren geworben und/oder Fördermittel akquiriert werden. Es braucht aber vor allem Menschen, die von der Idee bis zur Umsetzung aktiv mitarbeiten.