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Weltkongress zeigt: Altersfreundliche Städte sind Zukunftsthema

24.06.2026 I Den Wandel zu altersfreundlichen Städten gestalten. In die Welt geschaut. Vom 16. bis 18. Juni fand der 3. Weltkongress altersfreundlicher Städte und Gemeinden des Gastgebers Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Spanien statt. Vertreterinnen und Vertreter aus rund 1700 Städten in 60 Ländern sowie zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tauschten sich dort unter dem Leitmotiv „Gemeinsam den Wandel gestalten! Eine vernetzte, gerechte und nachhaltige, altersfreundliche Welt für alle Generationen“ über zentrale Zukunftsfragen aus. 

In Panels, Workshops und Diskussionsforen wurden Themen behandelt, die für das Leben älterer Menschen weltweit entscheidend sind: gesellschaftliche Teilhabe, innovative Reiseangebote für pflegebedürftige Menschen, Gesundheit im Gemeinwesen, digitale Inklusion, Barrierefreiheit, ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie Pflege, Einsamkeitsprävention und die Entwicklung altersfreundlicher Quartiere. Die Diskussionen machten deutlich, dass Altersfreundlichkeit kein Nischenthema ist, sondern ein zentraler Baustein moderner Stadtentwicklung. 

Als deutsche Vorreiterin wurde die Stadt Radevormwald (22.700 Einwohnerinnen und Einwohner) hervorgehoben. Sie war vor zehn Jahren die erste Kommune Deutschlands, die dem Global Network for Age-friendly Cities and Communities beitrat – einem Netzwerk mit inzwischen über 1829 Städten und Gemeinden in 60 Ländern. 

Die Gestaltung altersgerechter Lebensumfelder ist eines der vier zentralen Handlungsfelder der UN-Dekade für gesundes Altern (2021–2030). Die ersten Weltkongresse in Dublin und Québec City legten wichtige Grundlagen wie internationalen Wissensaustausch, gemeinsame Zielsetzungen und konkrete Verpflichtungen, etwa durch die Dublin-Erklärung. Der diesjährige Kongress knüpfte daran an und rückte die Frage in den Fokus, wie der Wandel hin zu Städten gelingt, die allen Generationen ein gesundes, selbstbestimmtes und aktives Leben ermöglichen. Dabei wurde deutlich: Altersfreundliche Stadtentwicklung geht weit über Infrastruktur hinaus – sie ist ein gesellschaftlicher Auftrag, der Lebensqualität, Teilhabe und Gerechtigkeit stärkt. 

Die weiterführenden Informationen sind englischsprachig.