FAPIQ - Über uns

Die Fachstelle Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg (FAPIQ) ist eine tragende Säule der Brandenburger Pflegeoffensive, die 2015 gestartet ist. FAPIQ trägt dazu bei, Landkreise und kreisfreie Städte, Initiativen und Menschen vor Ort bei der Entwicklung und Realisierung alternsfreundlicher Lebensräume zu unterstützen. In diesem Zusammenhang bietet FAPIQ u.a. Beratung zu und Begleitung bei Projektideen und -umsetzungen an. Sie informiert und qualifiziert Akteurinnen und Akteure in verschiedenen Themenbereichen. Sie fördert Ideen, Erfahrungsaustausch und Vernetzung und stellt gute Praxisbeispiele zur Verfügung.

 

Unser Hintergrund

Brandenburgs Bevölkerung nimmt seit Jahren ab. Dieser Trend wird sich Prognosen zufolge auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten fortsetzen. Der Anteil der alten und sehr alten Menschen an der Gesamtbevölkerung wird in diesem Zeitraum weiter steigen, während die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter gleichzeitig kontinuierlich sinkt. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass künftig immer weniger Menschen, ob beruflich oder privat, Pflegeaufgaben übernehmen können. Hieraus resultiert, dass Fachkräftesicherung allein nicht ausreichend wird, um dem künftigen Versorgungsengpass zu begegnen. Es muss ein weitreichendes Umdenken in der Organisation und Ausgestaltung von Begleitung und Versorgung im Alter geben und es müssen neue, kreative Wege eingeschlagen werden, damit Menschen auch zukünftig solange und so gut wie möglich im vertrauten Lebensumfeld alt werden können.

Unser Selbstverständnis

Die Serviceangebote von FAPIQ sind kostenlos, freiwillig und unabhängig. Sie beziehen sich auf die Themen Wohnen, Alltagsunterstützende Angebote, Quartiersentwicklung und Kommunale Altenhilfe- und Pflegeplanung. FAPIQ berät bei der Konzeptentwicklung, zu rechtlichen Grundlagen, zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten. FAPIQ begleitet die Akteurinnen und Akteure und vernetzt sie mit relevanten Partnern. Zentral ist es, regional passende Lösungen immer im Dialog mit allen Beteiligten zu suchen.

Unsere Struktur

Wir sind ein Kooperationsprojekt von Gesundheit Berlin-Berlin Brandenburg e. V., der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. und dem Institut für Gerontologische Forschung e.V. Die Laufzeit des Projektes beträgt fünf Jahre . Gestartet wurde es im Oktober 2015. Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie (MASGF), den Landesverbänden der Pflegekassen und dem Verband der privaten Krankenversicherung im Land Brandenburg.

Wohnen

Wir beraten Sie zu existierenden alternativen Wohnformen und alltagsunterstützender Technik.

Alltagsunterstützende Angebote


Wir beraten Sie bei der Konzeption und Durchführung von Alltagsunterstützenden Angeboten nach §45a SGB XI.

Quartiersentwicklung

Wir beraten zu allen Aspekten der Quartiersentwicklung, damit ein Leben im Alter in der gewohnten Umgebung möglich ist.

Kommunale Altenhilfe- und Pflegeplanung


Wir beraten und informieren lokale Pflege- und Gesundheitsakteurinnen und -akteure bei Gestaltungs- und Steuerungsprozessen.

Unsere Veranstaltungen

Aktuelles

Neue Broschüre „Zeit nehmen – Umwandlung der Sachleistung für die Inanspruchnahme von Angeboten zur Unterstützung im Alltag“

Die Begleitung von pflegebedürftigen Menschen mit und ohne Demenz kann eine 24-Stunden-Aufgabe sein, der auf Dauer niemand allein gewachsen ist. Um dem Wunsch, so lange wie möglich in der vertrauten Wohnung leben zu können, nachzukommen, braucht es neben der Familie noch andere Menschen, die Unterstützung im Alltag anbieten. Es ist kein Egoismus, als Pflegeperson an sich selbst zu denken, sondern Voraussetzung dafür, den Belastungen gewachsen zu sein. Jeder, der seine Eltern oder Partner zu Hause begleitet, weiß, dass es auch wichtig ist, freie Stunden und Tage zu haben, um sich zu entlasten und zu erholen.
Die Pflegeversicherung bietet mehr Möglichkeiten für die Begleitung und Entlastung im Pflegealltag durch die nach Landesrecht anerkannte Alltagsunterstützende Angebote. Mit der Umwandlungsmöglichkeit kann nun noch mehr Unterstützung in Anspruch genommen werden.
Die neue Broschüre „Zeit nehmen – Umwandlung der Sachleistung für die Inanspruchnahme von Angeboten zur Unterstützung im Alltag“ gibt dazu einen guten Einblick!

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Brandenburgische Wohnformen-Richtlinie – BbgWR

Seit Mai 2016 werden ambulant betreute Wohngemeinschaften immer dann als Sonderbau definiert, wenn mehr als 6 Personen zusammen leben, die WG für Menschen mit Intensivpflegebedarf genutzt wird, oder für mehr als 12 Personen ein gemeinsamer Rettungsweg vorhanden ist. Bislang fehlte jedoch die inhaltliche Ausgestaltung, was Wohngemeinschaften unter dem Sonderbautatbestand baulich erfüllen müssen.
Am 24.7.2017 ist nun die Brandenburgische Wohnform-Richtlinie in Kraft getreten und im Amtsblatt veröffentlicht:

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Unsere Kooperationspartner